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Der Bergbau in der Region reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Gefördert wurden damals vor allem Silber- und Bleierz. Alte Stollen mit Bearbeitungsspuren zeugen von einer regen Bergbautätigkeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kam der Mineralienabbau (Flußspat und Schwerspat) ins Wiedener Tal. Von 1920 - mit Unterbrechungen - bis zur Stilllegung im Jahre 1972 sprengten die Bergleute auf der Suche nach Flußspat (= Fluorit) rund 20 Kilometer Stollen in einer Höhendifferenz von 360 Metern in den Berg. Das vor Ort geförderte Rohmaterial wurde zunächst in Wieden und ab 1942 in einem Flotationsbetrieb in Utzenfeld zu Flußspatmehl aufbereitet. Dieses Produkt war von der chemischen Industrie begehrt und wurde zu einem wichtigen Exportgut nach Nordamerika. Im Jahr 1972 wurde die Mine stillgelegt. Ein Jahr später wurde der Bergmannsverein Finstergrund Wieden gegründet. Wichtigste Ziele dieser Vereinigung sind die Erhaltung der Bergbautradition und der Ausbau eines Stollens zu einem Schaubergwerk. Ab Frühjahr 1982 legten die ehemaligen Knappen Hand an, um den Stollen IV im Gewann Finstergrund zu öffnen und ihn zu einem Besucherbergwerk auszubauen. Schon am 21. August 1982 konnte nach 4000 Arbeitsstunden das Besucherbergwerk Finstergrund festlich eröffnet werden.

Schon vom ersten Tage an fand der in Eigenregie betriebene Schaustollen eine äußerst gute Resonanz bei Einheimischen, Feriengästen, Schulklassen und Gruppen. Kundige Führer, meist ehemalige Bergleute, machen den Gang durch den knapp 2 Kilometer langen Stollen zu einem einmaligen bergbauhistorischen Erlebnis. Das Besucherbergwerk Finstergrund ist von Mai-Oktober jeden Mittwoch sowie Samstag und Sonntag von 10.00 - 16.00 Uhr geöffnet.